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Melissa und ihr Projekt „L’Afropolitaine“

Afropolitaine, eine französich Wortkombination zwischen „Africaine“ und „Métropolitaine“, und bezeichnet eine Frau mit afrkanischen in Metropolitan-Frankreichs geboren und gewachsen ist. Dieses Wort gibt es auch auf englisch, auf deutsch noch nicht. Auf englisch es bedeutet etwas anderes, als jemand, der auf dem afrikanischen Kontinent geboren wurde und seit einiger Zeit außerhalb des Kontinents lebt.

Vielen können sie sich mit diesem Begriffe identifizieren, darunter Melissa, Kongolesin und Pariserin.

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Mélissa ist geboren in Bondy, sie ist in Aubervilliers aufgewachsen, ein Vorort im Norden Paris, ein Vorort, der von Gewalt und Armut geprägt. Ihre bescheidender Hintergrund hielt sie nicht davon ab, ihre Studien fortzusetzen. Für einen Jahr, studierte sie das Anglo-Amerikanisch Recht und begann eine duale Ausbildung zum Rechtsanwaltsfachangestellten. Seit dem Ende dieser Ausbildung, arbeitet sie als Rechtsanwaltsfachangestellter in einer Anwaltskanzlei.

Neben der Arbeit, hat sie im vergangenen Oktober ihr Projekt L’Afropolitainegestartet. Es geht darum ein Raum für Begegnung und Austausch, für schwarzen Frauen und allies.

„ Wir müssen uns treffen. Wir leben in einer individualistischen Welt und wir müssen mit Menschen zusammen sein, die wie wir sind und die uns verstehen“, sagt sie. Dieser Raum für Begegnung und Austausch will auch verschiedene Themen wie Hypersensibilität, die psychische Gesundheit für People of Color, Interkulturelle Paare und Dysmorphophobie anzuprechen.

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Interkulturelle Paare : Warum und wie man ein mehrsprachiges Kind erzieht?
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Hypersensibilität

Verbindung zu sich selbst durch die eigene Kultur und die Offenheit gegenüber anderen

Seit der Kindheit, lernt Mélissa Lingala, eine kongolesische Sprache. Ihr Eltern forderten, dass sie Lingala sprechen sollte, damit sie sich mit ihrer kongolesischen Kultur und ihrer Herkunft verbinden konnte. Die Beherrschung einer afrikanischen Sprache bedeutet nicht unbedingt, dass man Schwierigkeiten hat, mit der Beherrschung der französischen Sprache. Melissa wurde jedoch durch das Lehrerteam und ihre Umgebung, viele Male davon abgehalten, Lingala zu lernen. „Ich bin von Geburt an eine Afrikanerin, ich bin bewusst meiner kulturellen Identität geworden, dank meiner Eltern und ihrer Arbeit in der Vermittlung von Kultur“.

Die Vermittlung von afrikanischen Sprachen wird in den französischsprachigen afrikanischen Gemeinschaften immer noch unterschätzt. Sklaverei und Kolonisation trugen viel zu diesem Mangel an Übertragung bei, der sich über Generationen fortsetzt. Seit Jahrzehnten, sind die Einwanderer in Frankreich zur Assimilierung gezwungen, auch wenn sie ihre kulturelle Herkunft pflegten.

„Wenn man nur die Sprache des anderen spricht, denkt man nur wie der andere und verschließt sich damit selbst. Für mich „offen sein“ heißt erstmals sich für sich selbst zu öffnen um sich anderen Menschen zu öffnen“.

Mélissa ist offen in ihrer Leben wie in ihren Veranstaltungen. L’Afropolitaine führt auch Workshop Kreatives Schreiben, Podcasts und Frauengespräche, die inklusive sind (außer die Frauengespräche da nur für Frauen sind). Für Melissa es ist danke der Inklusivität wir fördern Debatte, Zusammenarbeit und Austausch.

Ein Projekt anlaufen lassen

Mélissa hat einige Ratschläge für diejenigen, die eine Idee für ein kreatives Projekt haben, aber noch zögern. Man muss sich mit den richtigen Leuten umgeben, aufmerksamer gegenüber Kritik sein und in sein Projekt investieren.

„Das Aussehen ist sehr wichtig und man muss sowohl am Content als auch an der Form arbeiten. Wir befinden uns in einer Zeit, in der wir viel scrollen, in der wir vielen Inhalten ausgesetzt sind und schnell in Vergessenheit geraten“. 

Mit ihrer Projekt L’Afropolitaine will sie auch Menschen aus der afrikanischen Diaspora, vor allem den jüngeren Generationen, zeigen, dass es möglich ist, sich mit Schwarzen zu identifizieren, die sich in der Gemeinschaft und in verschiedenen Bereichen engagieren.

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