Ulyshala's Portrait
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Rassismus, Diskriminierung & die schwarze Gemeinschaft: Ulyshalas Erfahrungen

Ulyshalas Geschichte

Ulyshala ist eine afroamerikanische Frau aus Memphis, Tennessee, einer Stadt im Staat Tennessee, USA. Momentan lebte sie in Berlin und arbeitet freiberuflich als Videografin. Die Entdeckung Berlins war spontan und unerwartet. Die Chance hatte sich Ulyshala geboten und sie hatte sie ergriffwn. Allerdings hatte sie einige Bedenken, bevor sie kam. Sich an einem Ort wiedezufinden, an dem die Mehrheit der Bevölkerung weiß ist, war neu für sie. In ihrer Heimatstadt machen Afroamerikaner mehr als 69% der Bevölkerung aus und repräsentieren so die größte Gemeinschaft. Trotz allem beschloss sie sich aufzumachen.

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Aufwachsen in Memphis in Mitten der schwarzen Gemeinschaft

Ihre Eltern haben immer Ulyshala zum Reisen ermutigt . Sie selbst hatte nie die Gelegenheit dazu gehabt, weil sie zu jung waren und ihnen die Mittel fehlten. Sie hatten mit 18 Jahre geheiratet und Ulyshalas Mutter war zwei Jahre später mit Ulyshala schwanger. Zur selben Seit, wurde ihre Vater zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren verurteilt und inhaftiert. Trotz alledem, hat diese Erfahrung das Verhältnis zwischen Ulyshala und ihrem Vater zu seinem Vater nicht beeinträchigt. Ganz im Gegenteil stehen sie die beiden sehr nahe.

Ulyshalas verbrachte den Großteil ihres Lebens in Memphis, in einem schwarzen Viertel. Basketball spielen, Grillen, der Rhythmus des Alltags, aber auch die Tatsache, dass man sich umeinander kümmert. Diese Dinge, sowier Teil einer Gemeinschaft und von diese umgeben zu sein, kann ihr hier in Berlin manchmal fehlen. Sie fragte sich, wie sie sich verhalten und geben sollte, ohne dabei Stereotypen zu verkörpern. Obwohl sie sich in Europa mit unangenehmen Situationen konfrontiert sah, wie von Leute angestarrt zu werden oder dass jemand sogar an ihren Haaren roch, war ihr Erfahrung in den U.S.A doch ganz anders. Dort hatte sie viel stärkeren und brutaleren Rassismus erlebt.

Den alltäglichen Rassismus an der Universität

Ulyshala studierte an der University of Wake Forest, im südwestlichen Staat North Carolina studiert.  Es ist deutlich, dass weiße Menschen hier von gewissen Vorzügen profitieren. Beisipielweise sind die sogennanten „Black Face Parties“ gesattet. Parties, bei denen sich Weiße bemalen und/oder berühmte Schwarze Persönlichkeiten verkleiden (Basketballspieler/innen, Sänger/innen, Rapper/innen) verkleiden und/ Klischees zu verkörpern.

Softballspielerin und zwei weitere Personen, verkleidet als afroamerikanische Footballspieler.

Eine Ulyshalas Freundinnen hatte sich gegen eine dieser „Black Face Parties“ ausgeprochen bevor sie stattfand. Ihr Name war bekannt geworden und einige Leute hatten versucht  sie davon abzubringen, die Denunzierung der Party weiterzuverfolgen. Der Druck war so groß geworden, dass sie schließlich den Campus der Uni verlassen hatte. Als die schwarze studentische Vereinigung eine Party organisierte, wurden Sicherheitskontrollen eingeführt, um sicherzustellen, dass keine Waffen oder alkoholische Getränke mitgebracht würden. Wohingegen es bei anderen studentischen Vereinigungen keine Kontrollen gibt und Alkohol erlabut ist.

Dann, eines Tages, als die schwarze Studentenvereinigung eine Feier abhielt, rief jemand die Polizei, weil er glaubte, es habe einen Aufruhr gegeben. Als die Polizei eintraf, benutzten sie Tränengas gegen die Studenten/innen. Das war ihr zu viel gewesen. Während der Wahl von Trump war ein Video aufgetaucht, das eine Studentin zeigt, wie sie einen afroamerikanischen Berater als „fucking Nigger“ beleidigt. Sie ist seitdem gefeuert worden. Es geht nicht darum die Universität Wake Forest als rassistisch zu verteufeln, sondern um einige der Diskriminierungen hervorzuheben, denen Afroamerikaner ausgesetzt sind.

Von der Diskriminierung selbst innerhalb der afroamerikanischen Gemeinschaft :

Die Sklaverei und Segregation haben die Beziehungen in der Gesellschaft beeinträchtigt. Die etnische Vermischung ist in den südlichen Staaten immer noch neu , die Gemeinschaften bleiben unter sich, haben jeweils ihre eigenen Viertel und gemischte Pärchen sind selten. Ulyshala widerstrebt die Idee mit ihrem Freund zusammen zu sein, da sie in die Ansichten einiger Männer kennt : Dass es falsch ist, was sie tut, dass sie so die Rolle der Sklaverin mit ihrem Meister verkörpert. Währen es kein Problem zu sein scheint, wenn sich afroamerikanische Männer eine weiße Partnerin suchen.

Dann ist da noch den „Colorism. Es gibt keinen Deutsch Begriff für das Phänomen. Es handelt sich dabei um Vorurteile oder Diskriminierungen gegenüber Personen mit einem dunkleren Hautton, durch Zugehörige der selben ethnischen Gruppe. So werden Personen mit dunklerer Haut innerhalb der schwarzen Gemeinschaft aufgrund ihrer Hautfarbe beispielweise abgewertet oder beschimpft.

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